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Patmos Sehenswürdigkeiten
Antike Monumente und archaologische Statten
Die Ruinen der Akropolis der antiken Hauptstadt der Insel Phora liegen auf dem
Kasteli-Hugel. Teile der Befestigungsmauern und Grundmauern dreier Turme sind
noch erhalten. Die Grundmauern des Apollontempels sind in der Nahe der Kirche
Hagios Konstantinos zu sehen. In dieser Gegend soll auch ein antiker Friedhof
gelegen haben.
Das Baptisterium des Apostels Johannes, Ruinen eines Gebaudes, 96. n.Chr..
Petrokaravo, eine sagenumwobene kleine Insel, die einem umgesturzten Schiff
gleicht, dem zwei kleine Boote folgen. Nach der Uberlieferung soll es sich um
ein Piratenschiff handeln, das durch die Gebete des Hosios Christodoulos zu
Stein wurde. An dieser Stelle ist das Meer sehr tief (120 - 150m), und es wird
angenommen, dass sich auf der Insel wahrend der Turkenherrschaft eine geheime
Schule befunden hat. Nach einer anderen Uberlieferung soll ein patmischer Monch,
nachdem er sein ganzes Leben auf dieser Insel gelebt hat, seine Kutte als Floß
benutzt haben und nach Hora gekommen sein, um dort die hl. Kommunion zu
empfangen. Er soll auf die gleiche Weise zuruckgekehrt sein.
Kloster und Kirchen : Hora: Das Kloster des Apostels Johannes "Hagios Ioannis
Theologos": Es wurde 1088 n.Ch. durch den Hosios Christodoulos auf den Ruinen
eines alten Artemistempels errichtet. Der byzantinische Kaiser Alexios Komnenos
I. unterstutzte das Werk des Hosios Christodoulos. Das Gebaude hat die Struktur
einer mittelalterlichen Burg mit Mauern und Bollwerken.
Diese Konstruktion
schutzte das Kloster vor den Angriffen der Piraten. Das Kloster befindet sich
auf der Spitze des Hugels, wo heute auch der Hauptort der Insel, Hora, liegt und
von dort aus die gesamte Insel beherrscht. Die im byzantinischen Stil erbaute
Kirche "Hagios Ioannis tou Theologou" ist dem Apostel Johannes geweiht. Sie ist
mit außerordentlich kunstvollen Fresken aus verschiedenen Epochen verziert.
Außerdem steht in ihr eine kunstvoll geschnitzte holzerne Ikonenwand.
Unter den alten Ikonen der Kirche befindet sich auch die Ikone des Apostels
Johannes, ein Geschenk des Kaisers Alexios I., sowie eine Mosaikikone, die den
Hl. Nikolaus darstellt. Die Kirche hat zwei Kapellen. Die rechtseitig liegende
ist dem Hosios Christodoulos geweiht, dessen heilige Gebeine im Gebeinhaus der
Kirche aufbewahrt werden. Die linkseitig liegende Kapelle ist der Jungfrau Maria
geweiht. Sie ist mit Fresken aus dem 17. Jahrhundert verziert. Es wird gesagt,
dass der Altar der Kirche aus einem Einzelstein des Artemistempels besteht. Im
Klostervorhof befinden sich einige antike Saulen. Innerhalb des Klosters
befinden sich auch acht kleine Kapellen mit wertvollen byzantinischen Ikonen.
Die Klosterschatzkammer In ihr werden seit Jahrhunderten Kirchenschatze
aufbewahrt. Unter diesen sind vor allem die sakralen Gewander hervorzuheben, die
mit Goldfaden und Edelsteinen bestickt sind. In den Glasvitrinen stehen viele
heilige Gefaße und Gegenstande, wie wertvolle Segenskreuze, heilige Becher mit
Tellern, Kaiserkronen und Mitren von Patriarchen. Unter diesen Schatzen befinden
sich auch die Krone des byzantinischen Kaisers Alexios I, die Mitra des
okumenischen Patriarchen, Neophytos VI, die aus 3 Kilogramm Gold hergestellt
wurde und mit Edelsteinen besetzt ist sowie ein Segenskreuz des Patriarchen
Gregor V.
Das Kloster Hagia ton Hagion in der Nahe des Klosters Zoodochos Pigis .
Das Kloster Zoodochos Pigi: Es ist das alteste Frauenkloster der Insel und liegt
im Herzen von Hora. Heute leben dort nur noch sehr wenige Nonnen, die es
erhalten. Besonders interessant ist der Gebaudekomplex, der im lokalen Inselstil
gehalten ist sowie eine Sammlung byzantinischer Ikonen.
Das Kloster Evangelismos, im Sudwesten, ist das großte Frauenkloster, in dem
auch heute noch viele Ordensfrauen leben. Die Zelle wurde 1613 durch den Abt des
Klosters des Theologen Nikiforos Kritas erbaut, wogegen das Kloster selbst erst
1937 durch den Abt des Apostel Johannes-Klosters, Amfolochios Makris gegrundet
wurde. In heutiger Zeit handelt es sich um eine lebendige und sich immer
weiterentwickelnden Klostergemeinschaft. In diesem gibt es verschiedene
Werkstatten, von denen die wichtigste die Werkstatt fur Hagiographie ist. In ihr
wird das Werk der großen Hagiografin und Nonne Olympia weitergefuhrt, die 2002
verstorben ist und Werke hinterlassen hat, die das Kloster, andere Kirchen und
verschiedene Sammlungen in Griechenland und im Ausland zieren.
Die Kirche Panhagia tou Grava, westlich, 18. Jh., ist Maria Himmelfahrt geweiht.
Profitis Elias, liegt auf dem hochsten Hugel von Patmos, mit einer
phantastischen Aussicht auf den sudlichen Teil der Insel. Seine Geschichte
beginnt im 18. Jh., wie eine Marmorinschrift bezeugt. Um die Kirche zu
besichtigen, ist die Genehmigung des Apostel Johannes-Klosters einzuholen.
Die Kirche Hagios Iosif , liegt im Suden an einem wunderschonen Ort.
Grikos: Die Hagios Ioannis tou Theologou (Apostel Johannes) Kapelle, auf den
Uberresten eines romischen Bades errichtet, ist alter als das Kloster selbst.
Kampos: Die Panhagia tou Geranou Kirche, ostlich, auf Geranos Hugels gelegen, 40
Minuten Fußweg von Vagia aus. Hier werden auch antike Graber angegeben.
Die Hagios Nikolaos Evdilos oder Avdelos Kirche, 3 km nordwestlich, eine der
altesten Kirchen der Insel, Ende 11. bis Anfang 12. Jh.. An diesem Ort haben
sich die Handwerker und Meister mit ihren Familien niedergelassen, die der
Hosios Christodoulos fur den Klosterbau auf die Insel gerufen hatte. Der Hosios
befand, dass dieser Ort fur das Volk bestimmt sei. Die Ikone des Hl. Nikolaus
soll wunderbringend sein und die Schiffe im sicheren Hafen beschutzen. Es wird
gesagt, dass die Schiffe bei Gefahr ein Licht leite, das nur vom Meer aus
sichtbar sei. Diese Ikone wurde von den Arbeitern aus Trapezunt mit auf die
Insel gebracht. Es gibt auch einige wenige Bauernhofe in dieser Region.
Das Kloster Panhagia tou Livadiou, liegt in Livadi bei Kalogiro, 4 km nordlich,
in einer schonen Gegend. Fruher war dies eine Asketenzelle von Monchen des Agion
Oros, dem Heiligen Berg, die der Kollyvas-Bewegung entstammten und tragt
Merkmale, die den Skyten des Agion Oros ahneln. Das Katholikon (Klosterkirche)
des Klosters ist Maria Himmelfahrt geweiht.
Skala: Es lohnt sich die Kirchen Hagios Fokas und Hagia Ekaterini, direkt neben
der Patmiaki Estia zu besichtigen.
Die Panhagia tis Koumanas Kirche liegt auf dem gleichnamigen Hugel, mit dem
leuchtenden Kreuz (1780). Die Kirche feiert zu Allerheiligen und wurde vom Hl.
Notaras aus Korinth gegrundet, der von den Turken beschuldigt worden war, die
Revolution von 1769-70 geschurt zu haben.
Die Hagia Paraskevi Kirche, 17. Jh., auf der Straße nach Grikos gelegen, mit
einer Aussicht auf Skala und die dahinterliegenden Hugel. Sie steht auf den
Fundamenten eines antiken Tempels. An dieser Stelle gibt es auch viele Funde von
Teilen antiker Gefaße. Die Ikone mit dem Kunststil der kretischen Schule stammt
aus dem 16. Jh..

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